Frischer Wind im alten Bauernhaus

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Von Kaspar Schläpfer* Nach einer umfassenden Erneuerung bietet ein mehr als 400 Jahre altes Weinbauernhaus in Zürich-
Riesbach modernen Wohnkomfort mit viel altem Charme.

Bis 1893 war die Siedlung Riesbach am rechten Zürichseeufer eigenständig. Dann wurde sie eingemeindet und Teil der Stadt Zürich. Heute gehört das ehemalige Dorf zum prosperierenden Kreis 8, der vor allem bei wohlhabenden Stadtbewohnern beliebt ist.

Über Jahrhunderte hinweg waren die Bewohner von Riesbach hauptsächlich Bauern und lebten unter anderem vom Weinbau. An einigen Stellen werden auch heute noch Reben gepflanzt, zum Beispiel auf dem Hügel des Burghölzli, auf dem die gleichnamige psychiatrische Klinik steht. Spuren der bäuerlichen Nutzung finden sich auch in den verbliebenen historischen Gebäuden im Quartier, wie beispielsweise Abstellflächen für Wagen und Geräte oder große Keller, in denen einst der Wein gelagert wurde.

Ein charakteristisches Beispiel dafür ist die Liegenschaft am Burgweg 44. Sie ist Teil eines Ensembles aus drei Riegelhäusern, die bereits in der ältesten Karte von Riesbach aus dem Jahr 1653 als „Untere Weinegg“ verzeichnet sind. Das Haus Nummer 44 ist jedoch noch älter. Wissenschaftliche Untersuchungen eines Holzbalkens im Fundament zeigen, dass dieser aus dem Jahr 1598 stammt, was vermutlich das Baujahr des Gebäudes ist.

Das Haus Nummer 44, zusammen mit seinen beiden Nachbargebäuden, prägt bis heute das Stadtbild von Riesbach. Es ist von viel Grün umgeben, mit dem Botanischen Garten im Süden und großen Wiesen, die sich östlich und westlich an die Häuser anschließen.

Zwischen 1999 und 2001 wurden das Haus Nummer 44 und die beiden benachbarten Gebäude äußerlich erneuert. Das ehemalige Weinbauernhaus im Inneren blieb jedoch weitgehend im Originalzustand erhalten, abgesehen von kleineren Umbauten und Anpassungen aus vergangenen Jahrzehnten.

Vor vier Jahren entschied sich die Besitzerfamilie, das Gebäude umfassend zu sanieren und an moderne Wohnbedürfnisse anzupassen. Gleichzeitig wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Bei der Renovierung setzte man auf schonende Eingriffe, um die Grundstruktur aus massivem Mauerwerk sowie die charakteristischen Elemente wie sichtbare Holzbalken und Wandtäfer zu erhalten.

Der Innenausbau des Hauses kombiniert geschickt alte Elemente mit neuen Materialien. Ziel war es, die eher knapp bemessenen Räume nach heutigen Maßstäben möglichst groß und hell erscheinen zu lassen. Die Wände der neuen Einbauküchen und die Wandplatten in den Bädern sind in Weiß gehalten. Die Täfer in den Zimmern wurden instand gesetzt und neu gestrichen. Wo die originalen Holzböden nicht erhalten werden konnten, wurden neue, stilgerechte Parkettböden verlegt.

Dank dieser behutsamen Renovierung ist die 400 Jahre alte Geschichte des Hauses in jedem Raum spürbar. Neben den jahrhundertealten Täfern und Böden tragen auch die tiefen Fensterleibungen und die original erhaltenen Türen mit den antiken Beschlägen zum besonderen Charme des Hauses bei. Die Bewohner müssen jedoch nicht auf die Annehmlichkeiten modernen Wohnens verzichten.

Während des gesamten Umbaus arbeitete man eng mit der Denkmalpflege zusammen, um einen Balanceakt zwischen den heutigen Wohnansprüchen und dem Erhalt der alten Bausubstanz zu schaffen. Es stellte sich als besondere Herausforderung heraus, dass die Raumhöhen begrenzt waren, was nur wenig Spielraum für schallschutztechnische Maßnahmen und den Einbau neuer Bodenaufbauten ließ.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Architekten, Bauherren, Denkmalpflege, Baupolizei, Feuerpolizei und den spezialisierten Handwerkern konnten schließlich überall gute Lösungen gefunden werden. Viele der teilweise aufwendigen Eingriffe sind im fertiggestellten Gebäude nicht mehr sichtbar. Es wurden alle Leitungen erneuert, die Fassade auf der Innenseite isoliert und teilweise musste das bestehende Täfer entfernt und nach den Isolationsarbeiten wieder angebracht werden. Der Dachstuhl erhielt ebenfalls eine zeitgemäße Dämmung, und einige der Dachbalken wurden ausgetauscht, da sie von Fäulnis befallen waren.

Der Treppenaufgang wurde renoviert, wobei nur die Treppe zum ersten Obergeschoss komplett erneuert wurde. Der Innenausbau des Hauses ist eine geschickte Kombination aus alten Elementen und neuen Materialien. Das Ziel bestand darin, die Räume trotz ihrer eher begrenzten Größe groß und hell erscheinen zu lassen. Die Wände der neuen Einbauküchen und die Wandfliesen in den Badezimmern wurden in Weiß gehalten. In den Zimmern wurden die Täfer repariert und neu gestrichen. Wo die originalen Holzböden nicht erhalten und restauriert werden konnten, wurden neue Parkettböden verlegt, die dem Stil des Hauses entsprechen.

Dank dieser behutsamen Renovierung bleibt die 400 Jahre alte Geschichte des Hauses im gesamten Gebäude spürbar. Neben den jahrhundertealten Täfern und Böden tragen auch die tiefen Fensterleibungen und die originalen Türen mit den alten Beschlägen zum besonderen Charme des Hauses bei, ohne dass die Bewohner auf die Annehmlichkeiten modernen Wohnens verzichten müssen.

Oft beginnt der Schimmelbefall mit Feuchtigkeitsflecken in einer Ecke und breitet sich dann Schritt für Schritt aus.
Oft beginnt der Schimmelbefall mit Feuchtigkeitsflecken in einer Ecke und breitet sich dann Schritt für Schritt aus.
Bei Schimmel lohnt es sich, frühzeitig zu reagieren, denn wer zu lange wartet, riskiert grössere Schäden an der Bausubstanz, wie hier hinter einer fehlerhaften Innendämmung.
Bei Schimmel lohnt es sich, frühzeitig zu reagieren, denn wer zu lange wartet, riskiert grössere Schäden an der Bausubstanz, wie hier hinter einer fehlerhaften Innendämmung.
Zur Schimmelsanierung wird der befallene Bereich idealerweise abgetragen und neu aufgebaut, zum Beispiel mit einer kondensationstolerante Oberflächenbeschichtung.
Zur Schimmelsanierung wird der befallene Bereich idealerweise abgetragen und neu aufgebaut, zum Beispiel mit einer kondensationstolerante Oberflächenbeschichtung.
Es gilt aber auch Ursachenbekämpfung zu betreiben, zum Beispiel durch Dämmung der Wände. Weitere Möglichkeit: Eine zusätzliche Beheizung kalter Stellen wie zum Beispiel Fensterbänke.
Es gilt aber auch Ursachenbekämpfung zu betreiben, zum Beispiel durch Dämmung der Wände. Weitere Möglichkeit: Eine zusätzliche Beheizung kalter Stellen wie zum Beispiel Fensterbänke.
Besonders wichtig ist regelmässiges Lüften. Alternativ kann auch eine hydrostatische Lüftung eingebaut werden.
Besonders wichtig ist regelmässiges Lüften. Alternativ kann auch eine hydrostatische Lüftung eingebaut werden.